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Mehr zu Kirchrodes Geschichte aus dem NanaNet der Stadt Hannover:
www.hannover.de/nananet/
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Kirchrode – Stadtteil mit dörflichem Charakter 

„Ich gehe mal eben ins Dorf“, sagt noch so mancher Kirchröder, wenn er zum Einkaufen in das Zentrum des südöstlichen Stadtteils von Hannover geht. Kirchrode hat sich vom einstigen Bauerndorf über die Jahrhunderte zum eleganten „Vorort“ der Landeshauptstadt mit individuellem Ortskern entwickelt. NOBILIS berichtet über Ursprünge und Charme des selbstbewussten Stadtteils. 

Das Wappen von Kirchrode zeugt von den Ursprüngen des Stadtteils: Axt und Hacke überkreuzen einen mit Eichenblättern verzierten goldenen Bischofsstab in der Mitte. Lange Zeit war Kirchrode ländlich geprägt mit stattlichen Bauernhöfen, die teilweise bereits um das Jahr 1000 im Norden des heutigen Stadtteils existierten. Um die Jahrtausendwende hatte der Hildesheimer Bischof Bernward beschlossen, das bis dahin ungenutzte Waldgebiet in diesem Teil seines Bistums zu erschließen. Hildesheim war zu dieser Zeit eines der Machtzentren im Heiligen Römischen Reich und Bischof Bernward sehr einflussreich. Die ersten Siedler auf dem Gebiet des heutigen Kirchrode lebten von der Bewirtschaftung des ertragreichen Bodens. Landwirtschaft war Lebensgrundlage, Kirchrode war zunächst ein reines Bauerndorf. Jahrhunderte später kamen Handwerksbetriebe – Schneider-, Schmiede- und Tischlermeister – dazu.

Erholung im Grünen
Den ländlichen Charakter hat Kirchrode nicht zuletzt aufgrund seiner großzügigen Wald- und Wiesenflächen behalten. Im Jahr 1679 ließ Herzog Johann Friedrich das Waldgebiet am Rande des Ortes in einen mit Damwild besetzten Tiergarten umwandeln, der zunächst ausschließlich als Jagdrevier diente. Hier jagte die höfische Gesellschaft, später trafen sich auch nichtadlige hochrangige Persönlichkeiten zur Jagd. Etwa zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der „Wildpark“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach wie vor ist der mit Rehen, Hirschen und Wildschweinen besetzte, über 110 Hektar große Tierpark beliebtes Ziel der Stadtbewohner und -besucher. Zwischen Eichen, Kastanien und Hainbuchen vergisst mancher Spaziergänger, dass er mitten in einer Großstadt ist. Eine Verbindung zwischen Tiergarten und Eilenriede entstand mit Anlegung des Hermann-Löns-Parks. Der Park wurde in den 1930er Jahren als natürliches Erholungsgebiet im Grünen für geplagte Städter angelegt. Der Annateich wurde erweitert, Sportplatz und Kleefelder Bad entstanden, Kleingärtner siedelten sich an. 1939 erhielt das „Gelände am Annateich“ den Namen Hermann-Löns-Park.

Für das leibliche Wohl der Ausflügler ist sowohl im Tiergarten als auch im Hermann-Löns-Park gesorgt: Am Annateich befindet sich neben einer Windmühle aus dem Jahr 1580 ein historisches Bauernhaus, das heute als „Parkrestaurant Alte Mühle“ einen hervorragenden Ruf genießt und Kirchrodes „Tiergartenschänke“ freut sich auf die bevorstehende Biergartensaison.

Klönschnack im Zentrum
Die Industrialisierung brachte ein Bevölkerungswachstum in den Städten mit sich und gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlagerte sich die Stadtentwicklung Hannovers weiter auf die umliegenden Dörfer. Wohlhabende Bürger Hannovers bevorzugten ländliche Gebiete außerhalb und doch in Stadtnähe, so dass in Kirchrode eine Art Villenvorort Hannovers entstand. Seit 1843 führte die Bahnlinie Hannover-Lehrte an Kirchrode vorbei mit einer Bedarfshaltestelle am Tiergarten. 1897 entstand die elektrische Straßenbahn und die Linie 5 fuhr bereits von der Nieschlagstraße bis zum Tiergarten. Die Straßenbahn war auch bekannt als „Kaffeebahn zum Tiergarten“, nämlich zum Tiergartenrestaurant, das heute vom Hotel der Queensgruppe beherbergt wird. Seit der Eingemeindung am 1. Oktober 1907 gehört Kirchrode als Stadtteil zu Hannover.

Von 1907 bis 1927 hatte sich die Einwohnerzahl Kirchrodes verdoppelt. Die städtebauliche Entwicklung ging voran. Es entstanden sowohl Villen im Landhausstil als auch Mehrfamilienhäuser. Die Bebauung ließ die Jakobikirche automatisch ins Zentrum Kirchrodes rücken. Ihr Turm stammt in seiner heutigen Form aus dem 14. Jahrhundert, das Kirchenschiff aus dem Jahr 1784.

Mit der Entwicklung der Einwohnerzahlen entwickelte sich auch der Einzelhandel in Kirchrode. Die meisten Händler, die zu Beginn und Mitte des 20. Jahrhunderts ihre Geschäfte eröffneten, mussten allerdings aufgrund der großen Konkurrenz mit dem Stadtzentrum Hannovers wieder schließen. Heute hat sich jedoch besonders der Einzelhandel für gehobene Ansprüche gut etabliert, was am überdurchschnittlichen Einkommen vieler Einwohner Kirchrodes liegt. Das Angebot alltäglicher Gebrauchsgüter ist groß und der Handel behauptet sich in diesem Bereich durchaus gegenüber der Innenstadt. Viele Bewohner Kirchrodes sagen noch heute „Ich gehe mal eben ins Dorf“, wenn sie eine Besorgung zu erledigen haben.

Neben der Jakobikirche als weithin sichtbaren Mittelpunkt des Stadtteils gibt es noch ein besonderes Merkmal im „Dorfzentrum“ – eine Skulptur mit einem Namen, der Programm ist: den „Klönschnack“. Die Plastik von Bildhauer Fidelis Bentele aus dem Jahr 1984 zeigt zwei Damen, die sich angeregt unterhalten. Die Initiative dazu kam vom Bürgerverein, der sich mit der Verschönerung des Ortskerns beschäftigt hatte. Möglich wurde die Aufstellung der plaudernden Damen durch das dem Bürgerverein vermachte Testament von Ehepaar Lück und weitere großzügige Spenden von Einwohnern und Geschäftsleuten. Der „Klönschnack“ ist mittlerweile nicht nur die Skulptur, sondern die Bezeichnung für das Zentrum Kirchrodes.

Engagierte Bürger
1980 schlossen sich 30 Unternehmen zum Werbering Kirchrode zusammen, um Fortbestand und kontinuierliche Weiterentwicklung zu sichern. 1991 löste sich der Werbering Kirchrode wieder auf, wurde aber 1992 durch eine Interessengemeinschaft ersetzt: die Gemeinschaft Kirchroder Kaufleute (GKK). Diese Gemeinschaft, die mittlerweile in einen Verein umgewandelt wurde, sorgt nicht nur für wirtschaftliche Bereicherung, sondern engagiert sich auch kulturell und gesellschaftlich, zum Beispiel mit der Organisation von Sommerfesten und Weihnachtsmärkten. Lange vorher, ein Jahr nach der Eingemeindung Kirchrodes nach Hannover, gründeten rund 40 für „ihr“ Kirchrode engagierte Einwohner 1908 den Bürgerverein, der bis heute die Entwicklung in und um Kirchrode kritisch begleitet.

Heute leben rund 10 000 Einwohner in Kirchrode. Dass die Menschen stolz auf ihren Stadtteil sind, beweist ein „Kirchrode-Fan-Shop“ im Internet. Wer Kirchrode besucht, kann den Kirchrode-Kuchen der Dorfbäckerei Besse* probieren oder als Souvenir zum Beispiel eine Kirchrode-Armbanduhr mit nach Hause nehmen.
 

Quelle: Nobilis - Mai 5/2004

*Anmerkung: Leider hat die letzte im Kirchröder Familienbesitz gestandene Dorfbäckerei Besse im Jahr 2006 ihre Tore geschlossen.


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